Freies Bildungswerk Balduinstein e.V.
Im Jahr 2024 konnte das Freie Bildungswerk Balduinstein, das oft nur kurz der „Burgverein“ genannt wird, sein 50jähriges Bestehen feiern. Das sind 50 Jahre, in denen aus alten verfallenen Gemäuern ein Lebenswerk geschaffen wurde. 50 Jahre, in denen Mitglieder und Freunde tatkräftig, innovativ und ehrenamtlich viel Schweiß, Geld und Zeit investiert haben, um den besuchenden Gruppen eine Heimat zu geben. Der Verein hat als Begegnungsstätte für Jugendgruppen und Bildungsstätte den Wunsch, den Besuchergruppen einen freien, sicheren Kraftort zu bieten, in dem Vielfalt als Bereicherung gesehen und Toleranz ideologiefrei gelebt wird, und der zu Gestaltung und Austausch einlädt. Gerade in der heutigen Zeit der sozialen Verhärtung ist uns Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung wichtig.
Das Freie Bildungswerk Balduinstein ist Mitunterzeichner der Mannheimer Resolution gegen Fremdenhass.
Im Januar 2010 stellte Gideon Botsch auf der Burg fünf Thesen zum Umgang mit Rechtsextremismus in den Bünden auf.
1974 gründete sich der Trägerverein aus zehn Leuten, die zumeist ihre Wurzeln in der Jugendbewegung hatten, um das Gelände und die Gebäude der Burg Balduinstein erst zu mieten und dann 1979 zu kaufen. Die folgenden fünf Jahrzehnte gestalteten sich sehr arbeitsreich: Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an den Häusern, die Sanierung der Burgruine, dabei das Anbieten eines vielfältigen und anspruchsvollen eigenen Programmes sowie die Verwaltung der Belegung durch Gruppen und von Zivildienstleistenden gesellten sich zu der üblichen umfangreichen Vereinsarbeit hinzu. Das alles geschah unter sehr engen finanziellen Bedingungen und war verbunden mit einem persönlichen finanziellen Wagnis für die Mitglieder. Die Jahrzehnte brachten Hoch-Zeiten und Tiefpunkte mit sich, aber stets diente die Burg als fester Ankerpunkt.
Der heutige Kreis des Burgvereins besteht aus zwölf Mitgliedern der zumeist nächsten Generation Jugendbewegter unterschiedlicher Herkunft. Die Burg ist nicht in der Zeit stehen geblieben, der Burgverein auch nicht und so stehen wir einerseits vor den neuen Herausforderungen der Gegenwart, aber andererseits mit dem festen Vorsatz, die Burg für künftige Generationen (bündischer) Jugendgruppen zu erhalten und ihnen einen Ort der Inspiration zu geben. Ohne den Kreis von engagierten, ehrenamtlichen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern sowie unserer Hausmeisterin, die auf dem Burggelände lebt und Ansprechpartnerin für die Gruppen vor Ort ist, wäre der Erhalt der Burg nicht möglich.






